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Wachsende pro-palästinensische Protestbewegung an amerikanischen Universitäten


In den vergangenen Monaten hat es an amerikanischen Universitäten eine Welle pro-palästinensischer Proteste gegeben, bei denen Studierende ihren Widerstand gegen die Verbrechen, die Israel mit Unterstützung der USA an der palästinensischen Bevölkerung begeht, zum Ausdruck brachten. Obwohl Proteste für Palästina kein Einzelfall, sondern Teil einer breiteren globalen Reaktion auf den israelisch-palästinensischen Konflikt sind, zeigen sie eine besondere Dynamik an US-amerikanischen Campussen.

An der Columbia University eskalierte die Situation, als mehr als 100 Studenten nach einem massiven Polizeieinsatz verhaftet wurden. Der Polizeieinsatz erfolgte, nachdem die Universitätsleitung der Polizei erlaubt hatte, den Campus zu betreten, um ein Protestcamp aufzulösen, das als »Gaza Solidarity Encampment« bekannt ist. Die Studierenden hatten gegen finanzielle Investitionen der Universität protestiert, die mit den israelischen Militäraktionen in Palästina in Verbindung stehen.

Die Entscheidung des Präsidenten der Columbia, Minouche Shafik, die Polizei einzuschalten, stieß auf breite Kritik: Unter dem Vorwand, die Ordnung aufrechtzuerhalten und die akademische Integrität zu schützen, wurde friedlicher Protest unterdrückt.

Öffentliche Reaktionen der akademischen Gemeinschaft waren insgesamt gemischt – die American Association of University Professors an der Columbia University jedoch gab eine Erklärung ab, in der sie das Vorgehen der Verwaltung verurteilte und ihr vorwarf, die akademische Freiheit und demokratische Prinzipien zu verraten.

Proteste, wie die an der Columbia, sind kein Einzelfall. Ähnliche Proteste haben an verschiedenen Universitäten im ganzen Land stattgefunden und signalisieren einen Wandel im Bewusstsein der Studierenden in Bezug auf internationale politische Themen. Diese Proteste spiegeln die wachsende Besorgnis junger Amerikaner über die Situation in Gaza wider und signalisieren eine zunehmende Bereitschaft, die Politik der staatlichen Institutionen infrage zu stellen.

Die Berichterstattung über diese Ereignisse war sehr umfangreich, aber selten positiv. Einige wenige Medien stellten die Proteste als notwendigen Akt der Solidarität und als Kampf für Gerechtigkeit dar, während die Mehrheit der Berichte die Proteste als destruktiv und antisemitisch motiviert darstellte.