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Studierende gegen Krieg und Genozid


Fast eine Woche, nachdem die Studierenden der Columbia University ihr Gaza-Solidaritätscamp errichtet haben, sind Studierende in den ganzen USA ihrem Beispiel gefolgt und haben auf öffentlichen Plätzen ihrer eigenen Universitäten Solidaritätscamps für Palästina errichtet.

Gestern in den frühen Morgenstunden haben Studierende der New York University ein Protestcamp errichtet und sich damit ihren New Yorker Kommilitonen von der New School angeschlossen, die bereits am Vortag ein solches aufgeschlagen hatten.

Auch Studierende des Massachusetts Institute of Technology, des Emerson College, der Tufts University und der University of Michigan errichteten Solidaritätslager und schlugen ihre Zelte unter freiem Himmel auf.

Ebenfalls gestern Morgen ging die Polizei in New Haven gegen das Gaza-Solidaritätscamp vor, das am vergangenen Samstag an der Yale University errichtet worden war, und verhaftete 47 Personen. Daraufhin besetzten Studierende die Straße vor dem Campus und legten mit Hunderten von Demonstranten eine Kreuzung lahm. „Who’s Streets? Our Streets!« schallte es durch die Straßen.

Die Studierenden fordern ein allumfassendes Ende der Zusammenarbeit ihrer Universitäten mit Israel und kündigten an, ihre Proteste so lange fortzusetzen, bis ihre Forderungen erfüllt sind.

Trotz des harten Vorgehens der Columbia University und der New Yorker Polizei, das 122 Festnahmen zur Folge hatte, ist es den Studierenden gelungen, das Protestcamp seit nunmehr einer Woche aufrechtzuerhalten und andere im ganzen Land zu mobilisieren, es ihnen gleichzutun und Druck auf ihre eigenen Universitäten auszuüben.

Gestern Nachmittag kam es außerhalb des Campus der Columbia University zu einer neuen Welle der Repression, als Demonstrierende vor den Toren des Campus festgenommen wurden.