Journalismus von unten, für unten. Vollkommen unabhängig von Konzernen und Parteien.

Sicherheitskräfte in Gaza erheben schwere Vorwürfe gegen die Palästinensische Autonomiebehörde


Einem Bericht aus Gaza zufolge haben Sicherheitskräfte der Palästinensischen Autonomiebehörde (PA) in Koordination mit dem israelischen Inlandsgeheimdienst Shin Bet versucht, in den Gazastreifen einzudringen, um dort für Unruhe zu sorgen.

Die Operation, die offenbar von Majid Faraj, dem Chef des Geheimdienstes der Palästinensischen Autonomiebehörde, angeordnet wurde, sollte die Widerstandskräfte in Gaza destabilisieren. Unter dem Vorwand, humanitäre Hilfslieferungen aus Ägypten zu schützen, sollen mehrere Agenten der PA-Sicherheitstruppen über den Grenzübergang Rafah in den Gazastreifen eingeschleust worden sein. Die Sicherheitskräfte in Gaza konnten jedoch zehn der Infiltranten festnehmen und die Aktion vereiteln, nach weiteren Verdächtigen wird noch gesucht.

Dass die Palästinensische Autonomiebehörde, die offiziell die palästinensischen Gebiete im Westjordanland verwaltet, gemeinsam mit dem Shin Bet gegen ihre Landsleute in Gaza vorgeht, dürfte ihrer ohnehin bescheidenen Popularität nicht gerade zuträglich sein. Sie steht seit langem wegen Korruptionsaffären, Repressionen gegen Kritiker und enger Sicherheitskoordination mit Israel in der Kritik. Während die verschiedenen Widerstandsfraktionen in Gaza auf eine Einheitsregierung hinarbeiten wollen, scheint die PA lieber gemeinsame Sache mit Israel zu machen.

Die palästinensische Führung in Ramallah hat naturgemäß alle Vorwürfe zurückgewiesen.