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Scholz zu Gast in China


Der chinesische Staatspräsident Xi Jinping ist gestern mit Bundeskanzler Olaf Scholz am dritten Tag von dessen China-Besuch zusammengekommen.

Xi betonte, dass die Industrie- und Lieferketten Chinas und Deutschlands eng miteinander verflochten und die Märkte beider Länder stark voneinander abhängig seien. Die für beide Seiten vorteilhafte Zusammenarbeit zwischen China und Deutschland sei kein Risiko, sondern ein Garant für die Stabilität der bilateralen Beziehungen und eine Chance für die Zukunft, erklärte er weiter.

»Chinas Exporte von Elektrofahrzeugen, Lithiumbatterien und Photovoltaikprodukten haben nicht nur das weltweite Angebot bereichert und den globalen Preisanstieg gedämpft, sondern auch einen wichtigen Beitrag zur globalen Antwort auf den Klimawandel und zur grünen und kohlenstoffarmen Transformation geleistet«, sagte Xi zu Chinas Rolle auf dem Weltmarkt.

Scholz stellte seinerseits fest, dass sich die Beziehungen zwischen Deutschland und China in einem guten Zustand befänden. Beide Länder pflegten einen engen Austausch auf allen Ebenen und in allen Bereichen. Beide Seiten hätten erfolgreich Regierungskonsultationen und Gespräche auf hoher Ebene über strategische und finanzielle Fragen geführt und würden einen Dialog über den Klimawandel und die mit ihm verbundene grüne Transformation führen.

Der Bundeskanzler sagte, er habe sich in Chongqing und Shanghai von den enormen Erfolgen der wirtschaftlichen Entwicklung Chinas in den vergangenen Jahren überzeugen können und sei beeindruckt von der engen Zusammenarbeit der deutschen und chinesischen Wirtschaft.

Er sprach sich gegen Protektionismus und für Freihandel aus und erklärte, Deutschland sei bereit, die Beziehungen zu China zu stärken, den Dialog und die Zusammenarbeit in verschiedenen Bereichen zu vertiefen und den Austausch zwischen den Menschen in Bildung, Kultur und anderen Bereichen zu fördern, die für Deutschland, China und die Welt von entscheidender Bedeutung seien.

Xi betonte, dass China und Deutschland in der Frage der Multipolarität der Welt viele Gemeinsamkeiten hätten und wies darauf hin, dass eine multipolare Welt im Wesentlichen eine Welt sei, in der Länder mit unterschiedlichen Zivilisationen, Systemen und Wegen einander respektieren und friedlich koexistieren.

Er sagte, dass China und Deutschland unabhängig voneinander in multilateralen Fragen zusammenarbeiten sollten, um die internationale Gemeinschaft zu konkreten Maßnahmen zu ermutigen, damit globale Herausforderungen wie Klimawandel, ungleiche Entwicklung und regionale Konflikte besser angegangen werden können und ein größerer Beitrag zu Gleichgewicht und Stabilität in der Welt geleistet werden kann.

Die beiden Seiten tauschten sich auch über die Ukraine-Krise, den Gaza-Konflikt und andere aktuelle internationale Themen aus.

Quelle: CGTN