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Militärausgaben erreichen Rekordhoch


Die weltweiten Militärausgaben sind im vergangenen Jahr im Vergleich zum Vorjahr um 6,8 Prozent auf einen neuen Rekordwert von 2.443 Milliarden US-Dollar gestiegen. Die drei Spitzenreiter bei den Militärausgaben sind nach wie vor die USA, China und Russland, wie das Stockholmer Institut für Internationale Friedensforschung (SIPRI) am Montag mitteilte. Darüber hinaus stiegen die Militärausgaben vergangenes Jahr in allen fünf von SIPRI definierten geografischen Regionen, wie das Institut weiter mitteilte.

Mit einem Anteil von 37 Prozent an den weltweiten Gesamtausgaben und 916 Milliarden US-Dollar hatten die USA auch 2023 weiterhin den größten Anteil an den weltweiten Militärausgaben. Es folgen China mit einem Anteil von 12 Prozent sowie Russland mit einem Anteil von 4,5 Prozent, was bei letzeren einer Steigerung von 24 Prozent gegenüber 2022 entspricht. Die Ukraine, die 2023 an achter Stelle steht, hat ihre Militärausgaben im Vergleich zum Vorjahr um 51% auf fast 65 Milliarden US-Dollar erhöht, was 58% der gesamten Staatsausgaben des Landes entspricht.

Deutschland liegt erneut auf Platz sieben der Staaten mit den höchsten Militärausgaben, knapp hinter Großbritannien. Wenn Deutschland das Zwei-Prozent-Ziel der NATO wie geplant erreiche, werde es voraussichtlich weltweit an vierter Stelle liegen und mit Abstand die höchsten Militärausgaben in West- und Mitteleuropa haben, führte das Institut weiter aus.

Auch der Nahe Osten verzeichnete einen Anstieg der Militärausgaben, was vor allem auf die Ausgaben Israels im Zusammenhang mit dem Krieg im Gazastreifen zurückzuführen ist. So stiegen die Verteidigungsausgaben in Israel um 24 Prozent auf 27,5 Milliarden US-Dollar, während sie im gesamten Nahen Osten nur um 9 Prozent zunahmen, wie das Institut feststellte.