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13/02/2024

Kubas Strategie für den Umstieg auf erneuerbare Energiequellen


Gegenwärtig wird die Stromversorgung in Kuba noch zu 95 Prozent aus fossilen Brennstoffen gedeckt.. Dies stellt für das Land eine große Herausforderung dar, da es versucht, seine Kohlenstoffemissionen zu reduzieren. Hinzu kommt, dass Kuba große Mengen an Öl importieren muss und diese Importe durch die bis heute andauernde US-Blockade stark beeinträchtigt werden. Die Aufgabe ist also aus mehreren Gründen sehr dringlich.

Doch in diesem wie in zahllosen anderen Bereichen stellt sich Kuba der Prüfung mit all der Entschlossenheit, Planung und dem fortschrittlichen Denken, die seine sozialistische Gesellschaft auszeichnen.

So hat das Land kürzlich einen ehrgeizigen Plan zur raschen und umfassenden Umstellung seiner Energieerzeugung angekündig. Ziel ist es, bis 2030 29 Prozent und bis 2050 die gesamte Energieversorgung durch erneuerbare Energien sicherzustellen.

Ramsés Montes Calzadilla, Direktor für Energiepolitik im zuständigen Ministerium, erläutert die entscheidende Bedeutung dieses Plans: »Die Nachfrage nach Energie in Kuba kann nicht befriedigt werden, da wir von fossilen Brennstoffen abhängig sind, die größtenteils importiert werden müssen. Dies beeinträchtigt nicht nur die nationale Wirtschaft und die Lebensqualität der Bevölkerung, sondern wirkt sich (…) auch negativ auf die Umwelt aus.«

Ein Teil des ehrgeizigen Plans ist es, dass kubanische Unternehmen sich zu autonomen Stromerzeugern entwickeln, die erneuerbare Energiequellen nutzen. Mehrere staatliche Unternehmen haben diesen Übergang bereits erfolgreich eingeleitet und tragen zum Nationalen Elektrizitätssystem bei.

Der Plan beinhaltet auch die Umstellung auf einheimische Energiequellen, um die von der kubanischen Regierung so genannte »totale Energiesouveränität« zu erreichen. Die Regierung erklärte, dass diese Energiesouveränität im Laufe der 2030er Jahre erreicht werden muss.