Journalismus von unten, für unten. Vollkommen unabhängig von Konzernen und Parteien.

Israel attackiert gezielt einen humanitären Hilfskonvoi – 7 Mitarbeiter getötet


Bei einem israelischen Luftangriff auf einen Hilfskonvoi sind sieben Mitarbeiter der Hilfsorganisation »World Central Kitchen« (WCK) getötet worden. Der Hilfskonvoi wurde von einer Drohne der israelischen Besatzungsarmee gezielt angegriffen. Das angebliche Ziel des Angriffs, ein mutmaßlich bewaffnetes Mitglied der Hamas, war zu keinem Zeitpunkt Teil des Konvois.

Die Fahrzeuge der WCK waren eindeutig als solche gekennzeichnet und befanden sich auf einer zuvor genehmigten und mit der IOF abgestimmten Route. Die Entscheidung zum Angriff, die von der für die »Sicherheit« der Route verantwortlichen Einheit getroffen wurde, kann nicht in Unkenntnis der Zugehörigkeit der Fahrzeuge zu einer internationalen Hilfsorganisation erfolgt sein.

Eine Analyse zeigt das gezielte Vorgehen der israelischen Armee

Die Folgen des Angriffs gehen weit über die unmittelbaren menschlichen Verluste hinaus. Premierminister Benjamin Netanyahu bezeichnete das ganze als einen »tragischen Vorfall«, bei dem »unschuldige Menschen im Gazastreifen unbeabsichtigt getroffen wurden«, und versprach eine umfassende Untersuchung. Offenbar fürchtet Israel, durch diesen Skandal – nur kurz nach dem Massaker im Al-Shifa-Krankenhaus – endgültig die Unterstützung seiner Partner zu verlieren. Denn die gezielte Bombardierung eines eindeutig gekennzeichneten Hilfskonvois stellt eine gravierende Verletzung der humanitären Grundsätze des Völkerrechts dar, die den Schutz von Zivilisten und humanitären Helfern in Konfliktgebieten vorschreiben.