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16/02/2024

Es geht um strategische Interessen


Auf der Münchner Sicherheitskonferenz erklärte US-Vizepräsidentin Kamala Harris am Freitag, dass die Grundlage für die so genannte »globale Führungsrolle« der USA nicht auf Nächstenliebe, sondern auf der Verfolgung strategischer Interessen beruhe.

»Bitte verstehen Sie, dass unser Ansatz nicht auf den Tugenden der Nächstenliebe beruht. Wir verfolgen unseren Ansatz, weil er in unserem strategischen Interesse ist«, so Harris. »Ich bin der festen Überzeugung, dass Amerikas globale Führungsrolle dem amerikanischen Volk unmittelbar zugute kommt«.

Harris bekräftigte die Verpflichtung der USA, sich weltweit aktiv für die Aufrechterhaltung einer »auf Regeln basierenden Ordnung« einzusetzen und demokratische Grundsätze im In- und Ausland zu fördern.

Die Führungsrolle der USA, so Harris, »sorgt für die Sicherheit unseres Landes«, und die Bemühungen um den Aufbau und die Aufrechterhaltung von Allianzen hätten den USA geholfen, »das mächtigste und wohlhabendste Land der Welt zu werden«.

Die USA haben in der Vergangenheit ihren Einfluss durch Militarismus und die Stärkung ultranationalistischer und reaktionärer Ideologien ausgebaut. Sie sind für einen Großteil der Zerstörung von Zivilisationen im globalen Süden und die Zersetzung fortschrittlicher Ideen wie des Panarabismus und des Panafrikanismus verantwortlich.