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24/02/2024

Burkina Faso geht gegen Malaria vor


Burkina Faso hat als zweites Land in der afrikanischen Region den Malariaimpfstoff in sein reguläres Immunisierungsprogramm aufgenommen.

Die Weltgesundheitsorganisation hatte den Impfstoff vor zwei Jahren empfohlen und festgestellt, dass er die Zahl schwerer Infektionen und Krankenhausaufenthalte drastisch senken würde.

Auch wenn der Impfstoff nicht perfekt ist, bleibt er ein wichtiges Element im Kampf gegen die Verbreitung von Malaria. Bis heute gibt es keinen Impfstoff, der die Übertragung des Erregers stoppen kann, so dass andere Mittel wie Moskitonetze und das Versprühen von Insektiziden nach wie vor von entscheidender Bedeutung sind. Malaria wird durch infizierte Mücken auf den Menschen übertragen und verursacht Symptome wie Fieber, Kopfschmerzen und Schüttelfrost.

Burkina Faso zählt zu den am stärksten betroffenen Ländern weltweit. Im Jahr 2021 wurden fast 12,5 Millionen Fälle der Krankheit landesweit registriert, was einer Erkrankungsrate von 569 Fällen pro 1.000 Einwohner entspricht. Offiziell wurden 4.355 Todesfälle aufgrund der parasitären Infektion gemeldet.

In der ersten Phase der Einführung des Impfstoffs sollen fast 250.000 Kinder im Alter von 5 bis 23 Monaten in 27 der insgesamt 70 Gesundheitsbezirke in Burkina Faso erreicht werden.