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13/02/2024

Proteste in Griechenland: Kommunistische Partei unterstützt den Kampf der Bauern


In vielen Teilen Europas blockieren derzeit Traktoren die Straßen, so auch in Griechenland. Tausende von kleinen und mittelgroßen Bauern kämpfen für ihre Existenz und um die Fortführung ihrer Arbeit auf den Feldern, um weiterhin gute und günstige Lebensmittel für das Land produzieren zu können.

Dimitris Koutsoumbas, Generalsekretär des Zentralkomitees der Kommunistischen Partei Griechenlands (KKE), besuchte vergangene Woche neun Straßensperren in Zentralgriechenland und Thessalien. Während seiner Tour legte er zahlreiche Stopps ein und sprach zu den versammelten Bauern. Er wünschte ihnen Kraft, Gesundheit und Erfolg in ihrem Kampf. Er betonte, dass die Kader und Mitglieder der KKE, ihre Abgeordneten, MEPs, Gemeinde- und Regionalräte von Anfang an an ihrer Seite standen und dies auch weiterhin tun werden.

Koutsoumbas führte aus, dass Griechenland über fruchtbaren Boden und günstige klimatische Bedingungen verfügt, die genutzt werden könnten: »Es gibt erfahrene Bauern und junge Menschen, die in ihrer Heimatstadt bleiben und die Arbeit der älteren Generation fortsetzen möchten. Jedoch ist dies nicht möglich, da einige wenige andere Pläne haben. Große Händler, Industrielle, Monopole und Energiekartelle tragen hierfür die Verantwortung. Der gesamte Reichtum fließt zu den Händlern, Zwischenhändlern und Industriellen, die alle Gewinne ernten und Fördermittel erhalten.«

Er kritisierte außerdem die griechische Regierung für ihre Übereinstimmung mit der EU-Politik. Die wahre Opposition, so Koutsoumbas, findet man nicht im nationalen oder europäischen Parlament. »Die wahre Opposition wird hier Im Kampf auf den Straßen ausgedrückt. Denn wir können ohne die Erpressung von Händlern, Zwischenhändlern und Industriellen leben. Die Bauern können ohne die ständige Belästigung durch die Steuerbehörden oder die Banken leben. Die Bauern und unser Volk können ohne die von der EU auferlegten Beschränkungen leben.«