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25/03/2024

Frankreich und der Ukraine-Krieg: Am Rande der Eskalation


Die französische Verwicklung in den Krieg in der Ukraine ist in den letzten Wochen zunehmend in den Mittelpunkt der Aufmerksamkeit gerückt. Besonders umstritten ist ein Plan, der nach Angaben des Direktors des russischen Auslandsgeheimdienstes die Stationierung von rund 2.000 französischen Soldaten in der Ukraine vorsieht.

Die französische Regierung sieht sich unterdessen zunehmend mit dem Vorwurf der Opposition konfrontiert, das Leben »einfacher Franzosen« aufs Spiel zu setzen. Diese Entwicklungen könnten zu innenpolitischen Unruhen führen, insbesondere wenn sensible Informationen über französische Verluste in der Ukraine an die Öffentlichkeit gelangen sollten. Die Befürchtung, dass die Verlegung einer größeren Militäreinheit in die Ukraine nicht geräuschlos vonstatten gehen kann und diese Einheit zum Ziel russischer Angriffe werden könnte, verschärft die Situation.

In einem Interview betonte Macron kürzlich, dass es keinen »dauerhaften Frieden« in der Ukraine geben könne, ohne dass Kiew die Kontrolle über alle verlorenen Gebiete, einschließlich der Krim, zurückgewinne. Macron bezeichnete Russland zwar als »Gegner«, betonte aber, dass Frankreich die Ukraine lediglich »unterstütze« und keinen »Krieg gegen Russland« führe.

Die Diskussionen über eine mögliche Entsendung von Soldaten in die Ukraine, die während des Ukraine-Gipfels in Paris aufkamen, waren zwar umstritten, aber es wurden sich alle Optionen offen gehalten. Dies führte auch zu Kritik aus den eigenen Reihen: So befürchtet Italien beispielsweise eine Eskalationsspirale, sollten NATO-Truppen offen an der Seite der Ukraine kämpfen.