Journalismus von unten, für unten. Vollkommen unabhängig von Konzernen und Parteien.
18/02/2024

Protest gegen NATO-Sicherheitskonferenz und die Rolle der Medien


Die Rolle der Medien bei der Berichterstattung über die NATO-Sicherheitskonferenz in München steht zunehmend in der Kritik. Insbesondere linke Aktivisten und Demonstranten werfen den Mainstream-Medien vor, die Deutungshoheit über die öffentliche Meinung zu haben und ihre Berichterstattung einseitig auf die Interessen der Mächtigen auszurichten.

»Die kapitalistischen Medien haben eine erhebliche Verschiebung in ihrer Berichterstattung durchgemacht, speziell seit Beginn des Ukraine-Krieges. Alternative Forderungen nach Frieden oder Kritik an der NATO werden unsichtbar gemacht oder sogar denunziert. Die Menschen sollen für Kriege und Waffenlieferungen begeistert werden«, erklärt uns ein Teilnehmer der Demonstration gegen die NATO-Sicherheitskonferenz, die von einem Bündnis aus einer Vielzahl linker Gruppen organisiert wurde.
Und er hat recht: Denn diese Verzerrung spiegelt sich auch jetzt in der Art und Weise wider, wie über die Konferenz und die damit verbundenen geopolitischen Themen von den Medien berichtet werden.

So werden die Proteste zum Beispiel nur sehr begrenzt oder verzerrt dargestellt und die Forderungen nach Frieden, Solidarität und Gerechtigkeit in der Regel komplett ausgeblendet. Anstatt diese wichtigen Stimmen angemessen abzubilden, fokussieren sich viele Medien lieber auf politische Statements und Entscheidungen, die den Interessen der etablierten Mächte entsprechen.

Dem Aufruf des linken Aktionsbündnisses sind etwa 3000 Menschen gefolgt. Mobilisiert wurde unter anderem von der Deutschen Kommunistischen Partei (DKP), der bundesweiten Organisierung Perspektive Kommunismus und europäischen Kommunisten, wie der KKE (Griechenland) und der TKP (Türkei).
Einen Höhepunkt der Aktionen war ein 45 Meter langes Banner, auf welchem die Namen von 5000 der insgesamt 30000 ermordeten Palästinenser in Gaza zu lesen war.