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04/06/2024

BVB und Rheinmetall – Whitewashing auf Kosten des Sports


Borussia Dortmund hat einen dreijährigen Sponsorenvertrag mit dem Rüstungskonzern Rheinmetall abgeschlossen und damit einen öffentlichen Aufschrei ausgelöst, unter anderem weil der Konzern Waffen an Israel liefert, die beim Völkermord in Gaza eingesetzt werden.

Rheinmetall ist der fünftgrößte Waffenhersteller in Europa und beliefert die israelische Besatzung mit Waffen und Munition. Letzten Monat enthüllte ein Bericht, dass die Beteiligung von Rheinmetall am israelischen Völkermord in Gaza den Aktienkurs des Unternehmens verdoppelt hat. Im November genehmigte Deutschland eine israelische Anfrage für 10.000 Schuss 120-Millimeter-Panzermunition, die von Rheinmetall hergestellt und geliefert wurde, um in Gaza eingesetzt zu werden.

Der Sponsorenvertrag wird auf 7 bis 9 Millionen Euro pro Jahr geschätzt und ist mit einem hohen Werbeaufwand verbunden, unter anderem mit der Platzierung des Rheinmetall-Logos auf Werbebanden im Dortmunder Westfalenstadion, das bis zu 83.000 Zuschauern Platz bietet.

BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke begründete den Vertragsabschluss mit den gemeinsamen Werten des Fußballvereins und des Rüstungskonzerns. Gemeinsame Werte mit einem Kriegsprofiteur? Eine interessante Art der Selbstvermarktung. Auf dem Dortmunder Fan-Blog schwartzgelb.de hieß es, der Verein setze seine Werte für Geld aufs Spiel.